Interview mit Christoph Martin:»Wir wollen ein Klima schaffen, in dem Leute innovativ sind«

»Wir wollen ein Klima schaffen, in dem Leute  innovativ sind««

Christoph Martin

Technischer Zeichner, seit 2009 bei Bertrandt, Listenplatz 4

Christoph, was müsste bei Bertrandt verbessert werden?

Christoph Martin: Es muss sich dringend etwas an der Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Mitarbeiter/innen ändern. Das wäre ein Punkt für die nächsten Wochen und Monate. Wir brauchen deutlich mehr Transparenz beim Entgelt. Momentan handelt jede/r individuell ihren/seinen Lohn mit dem Vorgesetzten alleine aus – manche können sich dabei besser als andere verkaufen. Das führt zu deutlichen Unterschieden im Entgelt, was als ungerecht empfunden wird.

Was ist Deine persönliche Motivation, für den Betriebsrat zu kandidieren?

Christoph Martin: Ich bin fast zehn Jahre im Unternehmen und gehöre damit eher zu den Alten. Mir geht es darum, dass die Beschäftigten bei Bertrandt ihre berufliche Heimat sehen. Dafür bedarf es jedoch einer beruflichen Perspektive.

Wir haben als Ingenieursdienstleister viele hochqualifizierte Mitarbeiter/innen, deren Ideen für das Unternehmen sehr wertvoll sind.

Arbeitsbedingungen bzw. Arbeitsklima sind jedoch nicht unbedingt innovationsfreundlich. Statt lösungsorientierter Kooperation wird eher die Konkurrenz zwischen Teams und Standorten gefördert.

Keine optimalen Voraussetzungen, die Herausforderungen des aktuellen Wandels in der Automobilindustrie erfolgreich zu meistern.

Elektromobilität, autonomes Fahren, Künstliche Intelligenz – das macht Fortbildung für die Mitarbeiter/innen wichtiger denn je. Wir benötigen eine strategische Qualifizierungsplanung und Strukturen, um Leute zusammenzubringen, die Ideen für interessante Produkte haben. Wir wollen unsere berufliche Zukunft bei Bertrandt mitgestalten und dazu beitragen, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen die Beschäftigten innovativ sein können und damit beitragen, den Fortbestand des Unternehmens und unsere Arbeitsplätze zu sichern

Warum sollten die Kolleginnen und Kollegen am 18. Dezember Eure Liste wählen – und nicht eine der anderen?

Christoph Martin: Mit uns gibt es einen starken, unabhängigen Betriebsrat. Wir sind diejenigen, die das Thema Mitbestimmung bei Bertrandt auf die Tagesordnung gesetzt und die Betriebsratswahl eingeleitet haben. Bei uns sind die Leute, die Courage und Motivation bewiesen haben. Und schließlich haben wir mit der IG Metall eine Organisation auf unserer Seite, die sich mit der Entwicklungsdienstleisterbranche gut auskennt und uns mit ihrer Expertise unterstützen kann. Eine Stimme für unsere Liste ist also eine Stimme für einen starken Betriebsrat.