Interview mit Dilay Kilic: »Offene Kommunikation auf Augenhöhe wäre ein Schritt nach vorn«

»Offene Kommunikation auf Augenhöhe wäre ein Schritt nach vorn«

Dilay Kilic

Koordinatorin, seit 2012 bei Bertrandt, Listenplatz 1

Dilay, was könnte aus Deiner Sicht bei Bertrandt besser laufen?

Dilay Kilic: Die innerbetriebliche Kommunikation müsste verbessert werden. Es muss ausreichend Zeit investiert werden, miteinander zu sprechen, um sich über Arbeitsinhalte auszutauschen, damit Arbeitsabläufe und Ziele verständlich werden. Wenn wir ein solches Betriebsklima schaffen, in dem eine offene Kommunikation auf Augenhöhe möglich ist, auch mit Vorgesetzten und mit dem Arbeitgeber, wäre das ein großer Schritt nach vorn.

Welche Themen sollte sich der neue Betriebsrat Deiner Meinung nach vornehmen?

Dilay Kilic: Gleichberechtigung aller Beschäftigten ist ein wichtiger Punkt, denn jeder Mensch ist gleich viel wert und sollte auch daher die gleichen Rechte haben. Aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch flexible Arbeitszeitgestaltung und Kinderbetreuung. Natürlich muss die flexible Arbeitszeitgestaltung einvernehmlich geregelt werden. Ein anderes, wichtiges Thema ist Schulung und Weiterbildung, insbesondere auch für Führungskräfte. Eine Verbesserung der sozialen Kompetenzen wäre zweifellos eine gute Sache. Im Arbeitsalltag sind Konflikte zwischen Menschen unvermeidlich, aber wie geht man damit um? Aus meiner Sicht muss das fair und konstruktiv geschehen. Das kann man lernen und daran kann man arbeiten. Aber auch die fachliche Weiterbildung für alle Mitarbeiter/innen sollte systematisch gefördert werden. Wer gut qualifizierte Mitarbeiter/innen hat, steht als Unternehmen auch gegenüber Mitbewerbern gut da. Und ein Unternehmen mit Betriebsrat ist ein attraktiverer Arbeitgeber und hat es leichter, gute Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden.

F: Warum sollten die Kolleginnen und Kollegen am 18. Dezember Eurer Liste Ihre Stimme geben?

Dilay Kilic: Als Betriebsrat wären wir Ansprechpartner/innen für die Belegschaft, eine Instanz, wo die Kolleginnen und Kollegen ein offenes Ohr finden. Wer reden will, braucht eine Stimme. Für die Belegschaft ist diese Stimme im Betrieb der Betriebsrat. Der Verzicht auf einen Betriebsrat würde auch bedeuten, auf seine Arbeitnehmer/innenrechte zu verzichten. Und unsere Liste solltet Ihr wählen, weil wir mit der IG Metall einen kompetenten und erfahrenen Partner an unserer Seite haben. Mit dieser professionellen Unterstützung werden wir die Interessen der Beschäftigten auch gut vertreten können.