20.02.2026 | Tappenbeck. Seit der Zusammenführung der drei GmbHs am Standort Tappenbeck im Oktober 2025 und der damit verbundenen Wirkung des betrieblichen Entgeltsystems für die Kolleginnen und Kollegen der ehem. Bertrandt Technologie GmbH Sassenburg (BTG) und Bertrandt Simulations GmbH Nord (SIM) erreichen die IG Metall vermehrt Rückmeldungen von Beschäftigten.
Während das betriebliche Entgeltsystem in der Bertrandt Ing.-Büro GmbH (BIG) bereits im Oktober 2024 eingeführt wurde, galt es in den beiden bisher eigenständigen GmbHs nicht. Die dortigen Betriebsräte hatten das System zuvor ausdrücklich nicht unterzeichnet und die Einigungsstelle angerufen, da sie die Ausgestaltung als nicht ausreichend im Interesse der Beschäftigten bewerteten.
Nach Start der aktuell laufenden Ersteingruppierungen, schildern Kolleginnen und Kollegen der IG Metall Unklarheiten rund um ihre Eingruppierung. Einige Beschäftigte empfinden ihre Einstufung als nicht nachvollziehbar und haben daher Widerspruch eingelegt.
Darüber hinaus berichten Beschäftigte von einen als wenig transparent wahrgenommenen Prozess. Dies spiegelt sich in einer hohen Anzahl von Widersprüchen aus dem Kreis der IG Metaller wider. Nach ihren Aussagen werden Eingruppierungsentscheidungen teilweise nicht nur durch die zuständigen Teamleitungen vorgenommen, obwohl diese aufgrund der täglichen Zusammenarbeit die Tätigkeitsprofile am besten einschätzen können. Stattdessen würden teilweise getroffene Entscheidungen zu Höhergruppierungen von der nächsthöheren Hierarchieebenen wieder zurückgenommen. Dies führt laut Rückmeldungen bei vielen Beschäftigten zu Frust und Unverständnis.
Viele Kollegen werten die aus ihrer Sicht gezielt falsch vorgenommenen Eingruppierung als Zeichen fehlender Wertschätzung seitens des Unternehmens. Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass sich alle Beschäftigten jederzeit mit Fragen zur Eingruppierung oder Anliegen zum Verfahren direkt an die IG Metall-Betriebsräte vor Ort wenden können.